08.01.2010

Der Mensch macht die Politik, nicht die Parteifarbe!

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Liebe Klagenfurterin, lieber Klagenfurter,

aufgrund der politischen Ereignisse der letzten Wochen werde ich täglich von Menschen angesprochen. Die meisten sind verunsichert und sorgen sich um den Verlust unserer politischen Eigenständigkeit.

Vor allem haben sie kein Verständnis für Uneinigkeit und Streit, weil derzeit viel wichtigere Probleme unser aller Aufmerksamkeit erfordern. Diese sind aber nur mit jener Geschlossenheit bewältigbar, für die uns die Bevölkerung bei den letzten Wahlen mit so großem Vertrauen ausgestattet hat.

Das dürfen wir in keinem Fall aufs Spiel setzen. Ich fordere daher alle Verantwortlichen nochmals auf, nicht den Blick auf das Wesentliche zu verlieren, sondern mit aller Kraft um eine gute Zukunft unserer Bewegung und ihrer Ziele zu kämpfen.

Es ist klar, dass wir neue Strukturen und Partnerschaften brauchen, um unsere Kärntner und Klagenfurter Interessen wirksam auch auf Bundesebene vertreten zu können. Das schaffen wir nur mit Geschlossenheit und klaren, auf demokratischer Basis getroffenen Entscheidungen. Der beste Weg ist die Suche nach Lösungen, die am kommenden Parteitag eine möglichst breite Zustimmung finden. Wenn sich alle Verantwortlichen, wie von mir gefordert, umgehend an einen gemeinsamen Tisch setzen, dabei auf persönliche Eitelkeiten verzichten und das Verbindende über das Trennende stellen, dann lassen sich Wege finden. Alle unsere Wähler, die von der derzeitigen Situation etwas irritiert sind, darf ich also noch bis zum Parteitag um Geduld bitten. Vergessen wir aber insgesamt nicht, dass es immer Menschen sind, die die Politik gestalten und nicht Parteifarben oder Zeichen.

Die Klagenfurterinnen und Klagenfurter haben mich mit 64 % der abgegebenen Stimmen namentlich zu ihrem Bürgermeister gewählt. Als solcher fühle ich mich für alle Menschen der Stadt verantwortlich, egal ob und welcher politischen Gesinnung sie angehören. Ihnen kann ich versichern: Wo Scheider drauf steht, ist auch Scheider drin. Wir bleiben unseren Zielen treu, handeln eigenständig und lassen uns schon gar nicht in irgendwelche extremen Lager rücken. Uns geht es jetzt darum, ein ordentliches Budget zu erstellen, mit den Altlasten aufzuräumen und die Stadt trotz Wirtschaftskrise in eine gedeihliche Zukunft zu führen.

Gemeinsam schaffen wir das auch!